Berufs- und Studienorientierung (BSO)

Die Marie-Durand-Schule (MDS) bereitet ihre Schüler intensiv in allen Fächern auf die Berufswahlentscheidung vor. Ab Klasse 7 werden die Schüler im Klassenverband im Fach Arbeitslehre gezielt auf die künftige Berufswahl unterrichtet. Im 8. und 9. Schuljahr bietet die MDS ein allgemeinverbindliches Betriebspraktikum und für die Abgänger der Jahrgangsstufe 9 die Praxistage als drittes Praktikum an. Im 7. Schuljahr ist der Girls-/Boys-Day verbindlich. 

Der Berufswahlpass (BWP) wird allen Schülern zur Erarbeitung und Sammlung berufswahlrelevanter Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Außerdem wird der Prozess der Berufsorientierung durch Einbezug außerschulischer Lernorte (z.B. Betriebe, Betriebserkundungen, Messen), der Arbeit in Fachräumen, Gründung von Schülerfirmen und anderen projektorientierten Vorhaben methodisch-didaktisch unterstützt.

Auf diesem Weg entwickeln die Lernenden sowohl fachspezifische Kompetenzen (analysieren, urteilen, handeln) als auch überfachliche Kompetenzen (Personale Kompetenz, Sozialkompetenz, Lernkompetenz und Sprachkompetenz), die sie dazu befähigen, ein berufliches Selbstkonzept zu entwickeln und aktiv an der Arbeits- und Lebenswelt teilhaben zu können.

Was wollen wir?

  • Die Schüler setzen sich intensiv und kritisch mit der Berufs- und Arbeitswelt auseinander.
  • Sie stellen handelnd fest, wie die Berufswahl ihre Person beeinflusst.
  • Die Eltern werden in den Prozess der Berufswahl angemessen integriert.
  • Alle Fächer beteiligen sich an dem Prozess der Berufsorientierung unter Federführung des Faches Arbeitslehre.
  • In außerschulischen Lernorten erfahren die Schüler die reale Begegnung mit der Arbeitswelt.
  • Die Schüler erhalten eine informations- und kommunikationstechnische Grundbildung.
  • Projektorientierung und eine prozessorientierte Verschränkung von Theorie und Praxis soll schulisch arrangiertes Handeln an der Realität überprüfbar machen und zu einer kritischen und problemorientierten Auseinandersetzung anregen.
  • Die Aufgabenformate orientieren sich an der Lebenswelt der Schüler und können auf zukünftige Anforderungssituationen in Arbeits- und Lebenssituationen übertragen werden.
  • Die Schüler sollen verstärkt darauf vorbereitet werden, nach der allgemeinbildenden Schule in ein Ausbildungsverhältnis zu wechseln.

Was haben wir bereits?

In allen Fächern erleben die Schüler, dass Aufgaben berufsorientiert sein können. Strukturiert wird die BSO ab Klasse 7 im Arbeitslehre-Unterricht. Als Medium wird der BWP zur Sammlung und Erarbeitung berufsrelevanter Unterlagen eingesetzt. Während der Pflichtbereich zielgerichtet auf die Berufswahl vorbereitet, setzen sich die Schüler im Wahlpflichtbereich handelnd mit der Arbeits- und Wirtschaftswelt auseinander (Erlernen von Techniken, Produktionsprozessen und wirtschaftlichen Zusammenhängen), dabei gehören Betriebserkundungen zum Unterricht. 

Alle Schüler absolvieren im 2. Halbjahr der Klasse 8 ein dreiwöchiges und im 1. Halbjahr 9 ein zweiwöchiges Betriebspraktikum. Unter Federführung eines AL- Lehrers betreuen die Klassenlehrer die Schüler. Den Hauptschülern wird ein drittes Praktikum, die Praxistage, im 2. Halbjahr der Klasse 9 angeboten. Die Schüler des 10. Jahrgangs arbeiten im Wahlpflichtunterricht in einer Schülerfirma, die Einblicke in Firmenstrukturen ermöglicht. Angebote der Wirtschaft (z.B. Juniorfirma, Beachmanager) werden in den Unterricht integriert. 

Die Klassenlehrer und die Stufenleitung übernehmen in den Klassen 9 und 10 die Betreuung der Schullaufbahn, der Berufs- oder weiteren Schulwahl.

Wer sind unsere Partner?

Die MDS arbeitet mit Unternehmen und Verbänden der Region Kassel, Höxter und Holzminden zusammen. Wir sind bislang mit sechs Betrieben durch einen Kooperationsvertrag verbunden. Vor allem in den Praktika, in Berufsorientierungsmaßnahmen und Berufsmessen unterstützen uns die Betriebe. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch und gemeinsame Aktionen (Präsentation der Praxistage, BP-Ausstellung, Präsentationen einzelner Betriebe, Bewerbungstraining usw.) stärken unser Bündnis.

Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt uns durch Schulungen und regelmäßige verpflichtende Beratungen in der Schule. 

Welche Maßnahmen haben wir geplant?

Um in unserer strukturschwachen Region den Schülern bessere Startchancen im Ausbildungsberuf zu bieten, wollen wir weitere Kooperationspartner finden, zumindest weitergehende Aktionen mit der regionalen Wirtschaft und deren Verbänden durchführen.

Zukünftig soll in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen regional vertretenen Betrieben ein Berufe-Parcours ausgebaut und in der MDS regelmäßig durchgeführt werden.

Außerdem stehen Bemühungen mit der Jugendberufshilfe der Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel an, die 3-tägige Probierwerkstatt Wülmersen zum verbindlichen Teil des Fachcurriculums zu machen und damit einen weiteren außerschulischen Lernort für unsere Schüler als Beitrag zur Berufsorientierung anzubieten. 

Geplant ist auch die vermehrte Arbeit mit Portfolios und Kompetenzrastern zur Leistungsfeststellung und –messung. Auf diesem Weg können Fördermaßnahmen gezielter greifen. Zusätzlich wird der Fachbereich Arbeitslehre an ausgewählten Unterrichtsschwerpunkten für die einzelnen Jahrgangsstufen arbeiten, verstärkt fächerübergreifende Aspekte einbeziehen und schulintern verbindlich vereinbaren.

Was sind unsere Visionen?

Die BSO der MDS muss sich flexibel auf alle zukünftigen Veränderungen der Arbeitswelt einstellen und ständig weiterentwickelt werden. Starre Konzepte sind kontraproduktiv. BSO ist nicht nur Sache der einzelnen Schüler, sondern aller (Schule, Eltern, Wirtschaft, Gemeinde). Daher sollen alle mit eingebunden werden. Dem Arbeitslehre-Unterricht kommt in diesem Zusammenhang die zentrale Rolle zu. Die Unterrichtsgestaltung soll fachbezogene Prinzipien kompetenzorientierten Unterrichts folgen, passende Lernumgebungen schaffen sowie den einzelnen Schüler als Individuum unter Einbezug von Kompetenzfeststellungsverfahren differenziert fördern, sodass der Übergang von der Schule in den Beruf optimiert und erleichtert wird.

Woran/Womit messen wir unseren Erfolg?

Unseren Erfolg messen wir am Rückgang der Schüler, die unsere Schule ohne Abschluss verlassen, und an Schülern, die in Berufsausbildung oder weiterführenden Schulen erfolgreich sind.

Ansprechpartner/Verantwortliche: 

Fachbereichsleiter

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