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In ihrer Funktion als Leiterin des Fachbereichs Religion / Ethik organisierte Oberstudienrätin Maiken Bindemann gemeinsam mit der Leiterin des Flüchtlingsheims in Bad Karlshafen, Hildegard von Campe, einen Schulbesuch von sechs Flüchtlingen aus Syrien, Äthiopien und Eritrea. Obwohl es den jungen Männern sichtlich schwerfiel, über ihre leidvollen Erfahrungen zu sprechen, kamen sie gut vorbereitet in die Klassen und informierten, teils in deutscher, teils in englischer Sprache den gesamten Jahrgang 8 über ihre Situation in ihrer Heimat, ihre Flucht und ihre Aufnahme in Deutschland.

Auf einmal war es ganz ruhig in der Klasse

Als die Flüchtlinge von den Bombenanschlägen, den Verhaftungen und den unerträglichen Lebensbedingungen in ihrer Heimat berichteten, wurde es im Klassenraum auf einmal ganz still. Die Berichte über die Gefahren auf der Balkanroute oder beim Überqueren des Mittelmeers sowie ihre Entbehrungen während der Flucht machten die sonst eher lebhaften Schüler nachdenklich. Auch die Ankunft in Deutschland wurde als sehr belastend beschrieben, denn in den Erstaufnahmelagern (Gießen und Calden) mussten die verschiedenen Nationalitäten auf engstem Raum in Zelten miteinander auskommen. Einer der Flüchtlinge wollte ursprünglich zu seinen Verwandten nach Köln, doch reichte das Geld nicht aus und er landete schließlich in Kassel. Die letzte Station auf ihrer langen Reise war Bad Karlshafen. Hier wurden sie freundlich aufgenommen und haben bereits Freunde gefunden. Diskriminierung haben sie hier nicht erlebt und sie sind froh, dass sie nun endlich in Frieden, ohne tägliche Bedrohungen leben dürfen. Im gemeinsamen Gespräch bot sich auch für die Schüler die Gelegenheit, Fragen an die Flüchtlinge zu stellen und ihre Meinungen zur Flüchtlings-debatte zu äußern. Dabei kamen auch ihre Englischkenntnisse zum Einsatz.

Der Wunschbaum

Um den Flüchtlingen zu zeigen, dass sie in unserer Schulgemeinde willkommen sind, wurde ein sog. „Wunschbaum“ eigens von den Flüchtlingskindern an der Marie-Durand-Schule unter Anleitung von Franziska Nitze gebastelt. Die Gäste erhielten die Gelegenheit, ihre Hoffnungen und Wünsche an die Menschen in ihrer neuen Heimat auf kleine Zettel zu schreiben, die sie an den Baum hängten. Ein Flüchtling aus Syrien sagte, „Nach all den Strapazen habe ich nur noch einen Wunsch, nämlich wie ein Mensch behandelt zu werden!“ Am meisten wünschen sich die Flüchtlinge, dass die Kriege in ihren Ländern aufhören, sie ihre Familien wiedersehen und so bald wie möglich in ihre Heimat zurückkehren können. In der Zeit, die sie in Deutschland verbringen, möchten sie gern weiterstudieren, ihren Beruf ausüben oder ein Restaurant eröffnen. Aber vor allem hoffen sie, Menschen zu begegnen, die sie ungeachtet ihrer Herkunft oder Religion akzeptieren und respektieren. Ein Flüchtling ergänzte, „ich möchte an der Gesellschaft teilhaben und – wenn ich irgendwann wieder in meine Heimat zurückkehre – auch etwas für die Menschen hier hinterlassen.“ Die Achtklässler hörten den Flüchtlingen aufmerksam zu und schmückten den Baum mit vielen guten Wünschen für die Flüchtlinge. Der Baum ist Teil der Sonderausstellung “Mit offenen Armen aufgenommen – Karlshafen als Flüchtlingsstadt“ und kann ab 22.05.2016 im Hugenottenmuseum in Bad Karlshafen besichtigt werden. 

Weitere Beiträge der Jahrgänge 8 bis 10 werden dort ebenfalls ausgestellt.

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Bild 1: Austausch von Wünschen (Wunschbaum)
Bild 2:Beim Frühstück
Bild 3: 8a, Bild 4: 8b, Bild 5: 8c, Bild 6: 8d
Bild 
7, 8 und 9: Wunschbaum mit den Flüchtlingskindern

Bericht und Fotos: Maiken Bindemann

 

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Die Gewinner der Mathematikwettbewerbe
Anfang Dezember 2015 fand an allen hessischen Schulen ein Mathematikwettbewerb statt. Die Sieger der Marie-Durand-Schule wurden am 29.01.2016 kurz vor der Ausgabe der Halbjahres-zeugnisse in der Aula ausgezeichnet. Siegerin auf Niveau B war Klara Rohrberg (Klasse 8b), den zweiten Platz nahm Arne Küllmer ein (8c). Auf Niveau C gewann Valeria Patermann (8d) den ersten Platz, gefolgt von Ben Henne (8d).

Die zweite Runde findet am 2. März 2016 in Immenhausen statt. Dann treten die Schulsieger des Altkreises Hofgeismar gegeneinander an. Wir drücken unseren heutigen Gewinnern natürlich ganz fest die Daumen!

Spannende Handball- und Völkerballturniere

In der letzten Woche vor der Zeugnisausgabe fand in der Sporthalle der Marie-Durand-Schule das traditionelle Handballturnier für die Jahrgänge 5-10 statt. Zusätzlich wurden Völkerballwettkämpfe für alle Schüler veranstaltet. Im Gegensatz zu den teils jahrgangsübergreifenden Handballspielen fanden diese jahrgangsintern statt, so dass für jeden Jahrgang eine Siegerklasse ermittelt wurde.

Am 27.01.2016 traten die Jahrgänge 5-7 gegeneinander an und am darauffolgenden Tag die Klassen 8-10. Organisiert wurde die Veranstaltung von Verbindungslehrerin Vanessa Dietz und den Mitgliedern der Schülervertretung. Da gab es vor und nach den Spielen allerhand zu tun, z.B. Spielpläne aufstellen, für Würstchen und Kuchen sorgen, sich um die Anwesenheit des Sanitätsdienstes kümmern, die Sieger auswerten und sich um Pokale und Siegerurkunden kümmern. Es zeigte sich dabei wieder einmal, wie engagiert und souverän die Mitglieder der SV zusammenarbeiten. Am Freitag in der zweiten Lerneinheit fand die Siegerehrung statt. So gab es vor der mit Spannung erwarteten Zeugnisausgabe noch einen Nervenkitzel, nämlich die Bekanntgabe der Sieger der Handball- und Völkerballturniere.

Gewinner des Handballturniers          Sieger des Völkerballturniers
Jahrgänge 5 6 - 7 8 - 10         Jahrgang      Klasse
  Platz 1 5d 7d 10b   5 5b
  Platz 2 5b 7a 9b   6 6c
  Platz 3 5a 6c 8b   7 7b
  Platz 4 5c 6a 9a   8 8b
          9 9b
          10 10b

Zu den Fotos:

Obere Reihe von links
Nr. 1: Die aufgeregte 5b vor der Siegerehrung

Nr. 2: Mathe- und Sportlehrer Moritz Henke verkündet die Gewinner des Mathewettbewerbs
Nr. 3: Die Sieger des Mathematikwettbewerbs (von links nach rechts):
Platz 1: Klara Rohrberg (B-Niveau)
Platz 2: Arne Küllmer (B-Niveau)
Platz 1: Valeria Pattermann (C-Niveau)
Platz 2: Ben Henne (C-Niveau)
Nr. 4: Fleißige Kuchenverkäufer
Nr. 5: Aufmerksame Sanitäter
Nr. 6: Gewinner im Handball 7d
Nr. 7: Gewinner im Handball 10b

Untere Reihe von links
Nr. 8: Gewinnerklassen Völkerball
Nr. 9: Handball Jahrgang 5
Nr. 10: Handball Jahrgänge 6-7
Nr.11: Handball Jahrgänge 8-10
Nr. 12: Völkerball Jahrgänge 5-7

Bericht: M. Bindemann
Fotos: V. Dietz und M. Bindemann

 

 

 

Mit individuellem Förderplan in den Ruhestand
Karl-Erwin Franz wurde offiziell als Schulleiter verabschiedet

zammert franz 9539Bad Karlshafen. Nur wenige Worte gab es ganz am Ende der Verabschiedungsfeier vom Schulleiter der Marie-Durand-Schule Karl-Erwin Franz selbst. „Vielen Dank für eine tolle, geile Zeit“, sagte er vor 150 Gästen in der Aula der Schule und ließ eine letzte Dienstanweisung folgen: „Niemand geht nach Hause ohne persönlich mit mir gesprochen zu haben.“ Von Kollegium und Schülern hatte sich Franz bereits in den Tagen zuvor verabschiedet. Auf Reden wurde an seinem letzten Schultag komplett verzichtet, einzig Schulamtsleiter Erhard Zammert würdigte Franz bei der Übergabe der Pensionierungsurkunde als „Motor und Organisator dieser Schule“ und als Verfechter der integrierten Gesamtschule.

In einer lockeren Podiumsrunde hatten zuvor langjährige Weggefährten Anekdoten und Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit mit Karl-Erwin Franz zwischen Fußballplatz, Lehrerzimmer und Schulleiterdienstversammlung ausgetauscht. Für den Personalrat erläuterten Helga Blank-Rothenburg und Andrea Löschner einen mit der „beziehungsberechtigten“ Ehefrau abgestimmten individuellen Förderplan, der den Pensionär bei der Gestaltung des Gartens, der Erlangung innerer Gelassenheit und der Betreuung des Enkelkindes unterstützen soll. Musikalisch wurde die Feier von Schülern und Lehrern der MDS begleitet.

Ein Nachfolger wurde am vergangenen Freitag noch nicht benannt. Erhard Zammert erklärte gegenüber der HNA, dass eine Bewerbung aus dem Kollegium der MDS derzeit beim zuständigen Staatssekretär zur Entscheidung liege.

Text und Bild: Markus Löschner

 

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Seit Beginn des laufenden Schuljahres wird den Schülerinnen und Schülern der Marie-Durand Schule in Bad Karlshafen eine kostenlose Instrumentalausbildung ermöglicht. Dieses Angebot im Rahmen des Ganztagsschulbetriebs haben die Lehrkräfte des Fachbereichs Musik, Gülten Erenulug (Trommel und Gitarre), Jana Kutzner (Keyboard und Gitarre), Heidrun Heidarsdottir-Dreier (Geige) und Elisabeth Conze (Altsaxophon und Klarinette) ins Leben gerufen. So können alle interessierten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit nutzen, ein Instrument zu erlernen. Nach entsprechender Ausbildung wird die Schulband der Marie-Durand-Schule langfristig durch neue Mitglieder bereichert.

instrumentalunterrichtLehrerin Elisabeth Conze erklärte: „Der Instrumentalunterricht ist für uns Lehrkräfte eine große Herausforderung, da wir sowohl Notenkenntnisse, als auch die dazugehörigen Griffe am Instrument bzw. die Instrumentenpflege schulen. Um den Kindern die Freude am Instrumentalunterricht nicht zu nehmen, müssen wir versuchen, dass sich möglichst schnell Erfolge beim Musizieren zeigen.“ Zudem hätten die Schüler ganz unterschiedliche Vorkenntnisse im Bereich Notenlehre und Instrument. Der Instrumentalunterricht muss deshalb individuell auf jeden Schüler abgestimmt werden, damit alle bestmöglich vorankommen.

Mit Hilfe des Fördervereins der Schule wurden 3 Klarinetten, 4 Altsaxophone und 5 Geigen sowie 10 Keyboards angeschafft. Die Schülerinnen und Schüler erhalten diese Instrumente als Leihgabe, um auch zu Hause üben zu können.

Um den Schülern die Auswahl eines Musikinstruments zu erleichtern, wurde an einem Schnuppertag ein „Instrumentenkarussell“ angeboten. Hier hatten alle Schüler die Möglichkeit, jedes Instrument einmal kurz auszuprobieren, um zu sehen, ob es ihnen liegt oder nicht. Erst nach diesem Tag mussten die Schüler sich verpflichtend für ein Halbjahr für ein Instrument entscheiden. Elisabeth Conze sagte, das Instrumentenkarussell in der ersten Schnupperstunde sei sehr sinnvoll gewesen, da einige Schüler ihre erste Instrumentenwahl noch einmal überdacht hätten. „Durch das Testen ist einigen bewusst geworden, dass sie große Schwierigkeiten an ihrem Wunschinstrument haben und ein anderes Instrument ihnen eher liegt, andere wurden in ihrer ersten Auswahl bestätigt.“

Jeden Donnerstagnachmittag treffen sich alle Teilnehmer und üben in kleinen Instrumentalgruppen. Um kleine Übungen zu Hause kommen sie nicht herum, damit nicht jede Woche von vorn begonnen werden muss. Auf die Frage, warum sie an der Instrumental-AG teilnehme, antwortete Schülerin Madleen (Klasse 8c): „Ich habe mich für die Instrumenten AG entschieden, da ich schon immer weitere Instrumente spielen wollte. Ich spiele Querflöte. In der Instrumental-AG erlerne ich jetzt zusätzlich noch Klarinette. Mir gefällt die AG sehr gut, weil der Umgang untereinander sehr freundlich ist und wir uns gegenseitig unterstützen. Außerdem lernen wir jede Woche etwas Neues dazu.“

Besonders erfreulich ist, mit welchem Engagement die Schüler das Instrumental-Angebot annehmen. Die ersten Weihnachtslieder konnten nach nur drei Lerneinheiten geübt werden. Wenn das Interesse so bleibt, wird die Schulband sicher schon bald Unterstützung bekommen.

„Altenpflege? Da wäscht man doch die ganze Zeit“

Schüler unterrichten Schüler- Projekttag zur Berufsorientierung

schueler 9aEinen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung leisteten in der letzten Schulwoche vor den Ferien die Auszubildenden und ihre Ausbilder des Diakonischen Aus- und Fortbildungszentrums aus Hofgeismar in der Marie- Durand-Schule in Bad Karlshafen. An einem Projekttag unterrichteten Altenpflegeschüler die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 zum Berufsbild Altenpflege. Die Gesamtschüler hatten dabei die großartige Gelegenheit von dem Wissen und den Erfahrungen der Auszubildenden und ihrer Ausbilder zu profitieren.

Alterssimulation, die Auseinandersetzung mit dem Thema „Alte Menschen in den Medien“ und längere Interviews mit Auszubildenden, boten eine praxis- und lebensnahe Auseinandersetzung mit dem Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers in kleinen Gruppen. Anzüge mit Gewichten, Brillen für die erschwerte Sicht und Einschränkung des Hörsinns mit Gehörschutz vermittelten den Lernenden, wie sich alte Menschen fühlen müssen und mit welchen Hindernissen sie täglich kämpfen.

Gemeinsam erstellte Collagen boten viele Gesprächsgrundlagen zum Alltag alter Menschen. In diesem Zusammenhang konnten viele Vorurteile und Unverständnis ausgeräumt und den Schülern die Möglichkeit geboten werden, über eigene Erfahrungen zu sprechen.

In einem Interview mit Auszubildenden konnten Fragen zum Ablauf, zur Dauer und zu den Aufstiegschancen in der Ausbildung geklärt werden, aber auch ein ganz persönlicher Austausch stattfinden, in dem z.B. Themen wie „Tod“ und der persönliche Umgang damit besprochen wurde.

Durch diese Herangehensweise profitierten nicht nur die Schüler der Marie- Durand- Schule sondern auch die Auszubildenden des DAFZ, die über ihre bereits erworbenen Kompetenzen selber staunen mussten.

Das Foto zeigt Jan Jordan aus der Klasse 9a in einer Alterssimulation

 

   

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